Kernspintomographie (MRT)
Viele medizinische Fragestellungen lassen sich besonders gut beurteilen, wenn Weichteile, Gelenke, Organe, Gefäße oder Strukturen des Nervensystems sehr detailliert dargestellt werden können. Die Magnetresonanztomographie – kurz MRT – erzeugt dafür hochauflösende Schnittbilder des Körpers und kommt dabei ohne Röntgenstrahlung aus.
Wenn Ihr Hausarzt oder behandelnder Facharzt genauer klären möchte, woher Beschwerden kommen oder wie sich eine bekannte Veränderung entwickelt hat, kann eine MRT-Untersuchung wichtige zusätzliche Informationen liefern. Oft lassen sich solche Fragen und die notwendige Klarheit für eine Diagnose erst mit bildgebenden Verfahren wie MRT oder CT genauer beantworten. Die Aufnahmen helfen dabei, Gewebe und Strukturen differenziert zu beurteilen und die nächsten medizinischen Schritte gezielt zu planen.
Feine Strukturen
präzise sichtbar machen.
Mit unserem 3‑Tesla-MRT, den wir in der Praxis betreiben, steht für die Untersuchung ein besonders starkes Magnetfeld zur Verfügung. Die höhere Feldstärke liefert mehr Bildsignal und schafft damit zusätzlichen Spielraum für die Untersuchung: Je nach medizinischer Fragestellung können feine Strukturen detaillierter dargestellt, kleinere Unterschiede im Gewebe besser sichtbar gemacht oder Messzeiten verkürzt werden. Welche Einstellungen sinnvoll sind, hängt immer davon ab, was untersucht und beurteilt werden soll.
Moderne Bildrekonstruktion unterstützt diese hohe Detailgenauigkeit zusätzlich, reduziert störendes Bildrauschen und kann die Untersuchungszeit weiter verkürzen.
Dabei bleibt die Technik ein Werkzeug. Entscheidend sind die sorgfältige Vorbereitung der Untersuchung, die richtige Positionierung, die Auswahl der passenden Aufnahmen und die fachliche Beurteilung durch unsere Radiologen. Unser Team begleitet Sie während der Untersuchung und achtet zugleich darauf, dass der Ablauf für Sie so ruhig und angenehm wie möglich bleibt.

Wann wird eine MRT eingesetzt?
Die Magnetresonanztomographie wird eingesetzt, wenn Organe, Weichteile, Gelenke, Gefäße, Nerven oder Strukturen des zentralen Nervensystems besonders genau beurteilt werden sollen. Je nach Beschwerden kann sich die Untersuchung auf eine bestimmte Körperregion konzentrieren oder einen größeren Bereich erfassen.
Typische Einsatzgebiete sind unter anderem:
- Gehirn, Rückenmark und Wirbelsäule
- Gelenke, Muskeln, Sehnen und andere Weichteile
- innere Organe und Bauchraum
- Gefäße und Durchblutung
- Prostata und weitere spezielle Vorsorgeuntersuchungen
- neuroradiologische Fragestellungen
- Untersuchungen größerer Körperregionen bis hin zur Ganzkörper-MRT
Wenn Beschwerden nicht eindeutig zuzuordnen sind oder es medizinisch sinnvoll ist, zunächst einen größeren Körperbereich zu beurteilen, kann die MRT auch weiter gefasst eingesetzt werden. So lassen sich mögliche Ursachen eingrenzen und Bereiche erkennen, die anschließend gezielter untersucht werden können.
Zeigt sich in einer weiter gefassten Untersuchung ein Bereich, der genauer beurteilt werden sollte, kann die MRT dort gezielt mit anderer Priorität und höherer Detailtiefe eingesetzt werden. Dabei sind es oft feine Unterschiede im Gewebe, die für die Beurteilung entscheidend werden. Moderne MRT-Technik liefert dafür die notwendigen Bildinformationen — unsere Radiologen entscheiden anhand ihrer Erfahrung, welche Aufnahmen zusätzlich benötigt werden und wie die sichtbaren Veränderungen medizinisch einzuordnen sind.
Ebenso kann die Untersuchung dabei helfen, vermutete Ursachen auszuschließen und die weitere Diagnostik gezielter und oftmals sogar präziser auszurichten.
Ihre Vorteile — auf einen Blick
Ohne Röntgenstrahlung
Die MRT arbeitet mit Magnetfeldern und Radiowellen und kommt ohne ionisierende Strahlung aus.
Hohe Detailgenauigkeit
Besonders Weichteile, Gelenke, Organe, Gefäße sowie Strukturen des Gehirns und Nervensystems lassen sich sehr differenziert darstellen.
Gezielte Untersuchung
Je nach medizinischer Aufgabe können Untersuchungen auf bestimmte Körperregionen und Gewebestrukturen abgestimmt und bei Bedarf gezielt vertieft werden.
Moderne 3‑Tesla-Technologie
Die hohe Feldstärke (3 Tesla) liefert ein starkes Bildsignal und schafft Spielraum für detaillierte Aufnahmen oder kürzere Messzeiten. Der SIGNA Pioneer MRT-Scanner unterstützt dies zusätzlich durch moderne Bildrekonstruktion, die Bildrauschen reduziert und die Bildqualität verbessert.
Mehr Komfort während der Untersuchung
Die 70-cm-Öffnung, eine niedrige Patientenliege und flexible AIR-Spulen — also leichte Empfangselemente, die sich dem Körper besser anpassen lassen — erleichtern Positionierung und Lagerung während der Untersuchung.
Sprechzeiten:
Montag bis Donnerstag
8:00 bis 17:00 Uhr
Freitags
8:00 bis 15:00 Uhr
Termine gerne auch nach persönlicher Vereinbarung
So läuft eine Untersuchung im CT ab
- Bevor die Untersuchung beginnt, bereitet unser Team Sie sorgfältig auf den Ablauf vor und klärt gemeinsam mit Ihnen alle wichtigen Fragen. Dazu gehört auch die Prüfung, ob Implantate, medizinische Geräte oder andere Besonderheiten berücksichtigt werden müssen. Metallische und elektronische Gegenstände wie Schmuck, Uhren, Hörgeräte, Smartphones oder Karten mit Magnetstreifen werden vor der Untersuchung abgelegt.
- Für die Untersuchung nehmen Sie auf der Patientenliege Platz und werden entsprechend der zu untersuchenden Körperregion positioniert. Der MRT verfügt über eine 70-cm-Öffnung und eine niedrige Tischhöhe, was die Lagerung und den Zugang erleichtert. Flexible AIR-Spulen können sich besser an den Körper anpassen und unterstützen eine komfortable Positionierung.
- Während der Untersuchung entstehen die für eine MRT typischen Klopf- und Arbeitsgeräusche. Sie erhalten deshalb einen Gehörschutz und bleiben während der gesamten Untersuchung mit unserem Team in Kontakt. Ob eine Begleitperson mit in den Untersuchungsraum kommen kann, wird vorab individuell geklärt und hängt von der jeweiligen Untersuchung sowie den Sicherheitsvoraussetzungen ab.
- Wenn Sie unter Platzangst leiden oder sich bei einer MRT unwohl fühlen, sprechen Sie uns bitte bereits vor dem Termin darauf an. Gemeinsam kann dann geklärt werden, welche Unterstützung sinnvoll ist. In bestimmten Fällen kann auch ein beruhigendes Medikament eingesetzt werden.
- Auch bei Herzschrittmachern, Implantaten oder anderen medizinischen Geräten ist eine MRT nicht grundsätzlich ausgeschlossen. Entscheidend ist, um welches System es sich handelt und unter welchen Bedingungen es für eine MRT zugelassen ist. Bitte bringen Sie vorhandene Implantat- oder Geräteausweise zur Untersuchung mit, damit unser Team die Voraussetzungen vorab prüfen kann.
- Während der Untersuchung werden mehrere Bildserien angefertigt. Je nach medizinischer Aufgabe können dabei unterschiedliche Einstellungen und Aufnahmen notwendig sein. Moderne Bildrekonstruktion unterstützt eine hohe Bildqualität und reduziert Bildrauschen; zugleich kann sie dazu beitragen, die Untersuchungszeit zu verkürzen.
- Nach der Untersuchung werden die Aufnahmen von unseren Radiologen ausgewertet und im Zusammenhang mit der medizinischen Fragestellung beurteilt. Je nach Untersuchung und Befund besprechen wir die Ergebnisse mit Ihnen und stellen sie Ihrem behandelnden Arzt zeitnah zur Verfügung. So wissen Sie, was die Untersuchung gezeigt hat und wie die nächsten Schritte eingeordnet werden können.
Was ist, wenn ich Platzangst habe?
Moderne MRT-Geräte sind heute deutlich patientenfreundlicher gestaltet als frühere Systeme. Die Untersuchungsöffnung ist großzügiger, Ein- und Ausstieg sind offener gestaltet und je nach untersuchter Körperregion befindet sich nicht der gesamte Körper im Gerät. Trotzdem bleibt ein MRT ein Tunnelgerät — das sollte man bei ausgeprägter Platzangst nicht beschönigen.
Bei der Entwicklung moderner Systeme geht es deshalb immer um einen Ausgleich zwischen Untersuchungskomfort und hoher diagnostischer Leistungsfähigkeit. Für bestimmte Untersuchungen werden starke Magnetfelder, spezielle Spulen und eine präzise Bildgebung benötigt; sehr offene Systeme stoßen dabei je nach Fragestellung technisch an Grenzen.
Wenn Sie unter Platzangst leiden, sprechen Sie uns bitte bereits vor der Untersuchung darauf an. Wir können den Ablauf mit Ihnen besprechen, die Untersuchung entsprechend vorbereiten und bei Bedarf weitere Unterstützung, etwa ein beruhigendes Medikament, einplanen.
Was passiert bei einer MRT – und wie lange dauert die Untersuchung?
Für die Untersuchung liegen Sie möglichst ruhig auf einer beweglichen Patientenliege. Je nachdem, welcher Körperbereich untersucht wird, werden spezielle Empfangsspulen eingesetzt und mehrere Bildserien aufgenommen. Dabei entstehen die typischen Klopf- und Arbeitsgeräusche des MRT; Sie erhalten deshalb einen Gehörschutz und bleiben während der gesamten Untersuchung mit unserem Team in Verbindung.
Wie lange eine MRT dauert, lässt sich nicht pauschal sagen. Manche Untersuchungen sind vergleichsweise schnell abgeschlossen, andere benötigen mehrere unterschiedliche Aufnahmeserien und entsprechend mehr Zeit. Entscheidend ist nicht, möglichst schnell fertig zu werden, sondern die Bilder zu erhalten, die für eine zuverlässige Beurteilung tatsächlich benötigt werden. Moderne Aufnahmetechnik und Bildrekonstruktion können dabei helfen, Untersuchungszeiten zu verkürzen, ohne auf notwendige Bildinformationen zu verzichten.
Kann ich mit Herzschrittmacher, Implantaten oder Metall im Körper ins MRT?
Nicht jedes Implantat oder Metallteil schließt eine MRT automatisch aus. Viele moderne medizinische Implantate sind heute unter bestimmten Bedingungen für MRT-Untersuchungen geeignet. Entscheidend ist jedoch immer, welches Implantat vorhanden ist, welches Modell eingesetzt wurde und unter welchen Voraussetzungen es untersucht werden darf.
Deshalb klären wir solche Angaben vor der Untersuchung sorgfältig mit Ihnen. Wenn Sie einen Implantat‑, Herzschrittmacher- oder Geräteausweis besitzen, bringen Sie ihn bitte mit. Je nach System können zusätzliche Vorbereitungen oder Kontrollen erforderlich sein. Erst wenn eindeutig geklärt ist, dass die Untersuchung sicher durchgeführt werden kann, wird die MRT entsprechend geplant.
Metallische oder elektronische Gegenstände, die nicht in den MRT-Raum gehören — etwa Schmuck, Hörgeräte, Uhren, Smartphones oder Karten mit Magnetstreifen — werden selbstverständlich vorher abgelegt.
Gut informiert, schon vor Ihrem Termin
In unserem FAQ-Bereich finden Sie Antworten auf weitere häufige Fragen rund um die MRT-Untersuchung – etwa zum Ablauf, zu Kontrastmitteln, Implantaten, Platzangst oder zur Vorbereitung auf Ihren Termin.
Was im MRT eigentlich passiert
Die Magnetresonanztomographie arbeitet mit einem starken Magnetfeld und Hochfrequenzimpulsen. Vereinfacht gesagt richten sich dabei vor allem die Wasserstoffkerne im Körper am Magnetfeld aus. Durch kurze Radiofrequenzimpulse werden sie aus diesem Gleichgewicht gebracht. Kehren sie anschließend in ihren Ausgangszustand zurück, geben sie messbare Signale ab. Diese Signale unterscheiden sich je nach Gewebe und werden vom MRT erfasst und zu Bildern zusammengesetzt.
Für die Aufnahme werden spezielle Empfangsspulen möglichst nah an der zu untersuchenden Körperregion positioniert. Sie erfassen die feinen Signale aus dem Körper. Je nach Untersuchung können unterschiedliche Messverfahren eingesetzt werden, um beispielsweise Flüssigkeit, Fett, Muskeln, Organe, Gefäße oder Nervengewebe besonders deutlich voneinander abzugrenzen. Genau daraus entsteht die für die MRT typische hohe Gewebedifferenzierung.
Dabei kommt die MRT ohne ionisierende Röntgenstrahlung aus. Sie nutzt starke Magnetfelder und Radiofrequenzenergie. Diese Technik gilt bei sachgerechter Anwendung als sehr sicher; gleichzeitig gelten im MRT besondere Sicherheitsregeln, etwa bei Implantaten, Metallgegenständen oder elektronischen Geräten.
Die MRT ist im Vergleich zu vielen anderen bildgebenden Verfahren noch eine vergleichsweise junge Technologie. Seit ihrer Einführung haben sich Magnetstärke, Empfangstechnik, Bildrekonstruktion und Steuerungssysteme rasant weiterentwickelt. Moderne Systeme unterstützen Radiologen heute dabei, Untersuchungen präziser zu planen, Bildinformationen schneller auszuwerten und zugleich Untersuchungszeit und Patientenkomfort zu verbessern.
Die Technik liefert dafür immer bessere Werkzeuge. Entscheidend bleiben jedoch die Erfahrung des radiologischen Teams, die richtige Auswahl der Untersuchung und die fachliche Einordnung der gewonnenen Bilder.
Für technisch Interessierte
In unserer Praxis kommt der SIGNA Pioneer von GE HealthCare zum Einsatz. Einige technische Merkmale des Systems:
- 3,0‑Tesla-MRT
- 70 cm große Untersuchungsöffnung
- großes Field of View von 50 × 50 × 48 cm
- UHE-Gradientensystem
- Digitalisierung von 97 RF-Kanälen
- AIR Recon DL zur KI-gestützten Bildrekonstruktion und Reduktion von Bildrauschen
- flexible, leichte AIR-Spulen
- niedrige Tischhöhe von 52 cm für einen erleichterten Patientenzugang


| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Magentfeldstärke | 3,0 Tesla |
| Untersuchungsöffnung | 70 cm |
| «Field of View« | 50 x 50 x 48 cm 1 |
| RF-Kanäle | 97 digitalisierte Kanäle |
| Bildrekonstruktion | AIR™ Recon DL |
| Gradiententechnologie | Ultra High Efficiency (UHE) |
| Patientenliege | niedrige Tischhöhe, ca. 52 cm |
| Spulentechnologie | flexible AIR™ Coils |
| Positionierung | je nach Untersuchung auch Füße-zuerst möglich |
1 Das Field of View beschreibt den Bereich, der innerhalb einer Aufnahme erfasst werden kann. Ein großer Aufnahmebereich erleichtert die Darstellung größerer oder seitlich liegender Körperregionen und schafft zusätzliche Möglichkeiten bei der Untersuchungsplanung.
© GE Health Care – Alle Abbildungen Computertomograph «Revolution Ascend Plus»